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Landratsamt Dillingen a.d.Donau

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Letzte Änderung:
20.10.2017
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Integration von Flüchtlingen stand im Mittelpunkt des Arbeitnehmerempfangs des Landkreises Dillingen am Vorabend des 1. Mai

Die Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt stellte Landrat Leo Schrell in den Mittelpunkt des diesjährigen Arbeitnehmerempfangs, zu dem der Landkreis in diesem Jahr zum bereits 38. Mal traditionell am Vorabend des 1. Mai Arbeitnehmer und Vertreter der Gewerkschaften eingeladen hatte.

 

Zuvor stellten die Mitarbeiter des Kreisbauhofes unter musikalischer Begleitung der Volksmusikgruppe der Stadtkapelle Lauingen vor dem Landratsamt den Maibaum auf. Die Birke stammt in diesem Jahr von einem Privatwalbesitzer in der Gemarkung Gaishardt.

 

Leo Schrell griff in seiner Rede das diesjährige Motto „Wir sind viele. Wir sind eins“ des DGB zum „Tag der Arbeit“ auf und betonte, dass eine erfolgreiche Integration von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund einer der zukunftsträchtigsten Prozesse für Unternehmen und die Bürgergesellschaft sei. „Werte unserer demokratisch-freiheitlichen Gesellschaft wie Weltoffenheit, kulturelle Vielfalt, Toleranz und Solidarität werden durch solche Prozesse gestärkt und können durch populistische Tendenzen nicht ausgehöhlt werden“, sagte Schrell.

 

Er begrüßte zum Arbeitnehmerempfang neben politischen Mandatsträgern wie MdB Ulrich Lange, MdB Gabriele Fograscher, MdL Georg Winter und MdL Johann Häusler die Vorsitzende des DGB-Kreises Dillingen, Antonie Schiefnetter, sowie Vertreter der Gewerkschaften, der Kommunalpolitik und die Ausbilder in den Betrieben.

 

„Unser Landkreis hat sich in den zurückliegenden Jahren im engen Schulterschluss mit der Wirtschaft sowie den Städten und Gemeinden zu einem starken und dynamischen Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualität und hervorragenden Lebensbedingungen und damit außerordentlich gut entwickelt“, stellte der Landrat zufrieden fest. Schrell dankte im gleichen Atemzug den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern für ihre kompetente und engagierte Arbeit am Arbeitsplatz, die dafür in hohem Maße einen Grundstein gelegt habe. „Ihre Arbeit verdient Respekt und Hochachtung“, so Schrell. Gleichzeitig bekannte sich Schrell dazu, dass zufriedene und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das wichtigste Kapital eines Unternehmens seien und deshalb der soziale Friede nur gewährleistet werden könne, wenn gerechte Teilhabe und humane Solidarität in den Betrieben nicht zur Disposition gestellt werden.

 

Der Landrat griff, wie anschließend Antonie Schiefnetter, die Forderung des DGB auf, dass die Ausbildung das Allerwichtigste für junge Menschen sei, die bei uns in Deutschland ankommen, egal ob sie zurückkehren oder hier bleiben wollen. Schrell warb in diesem Zusammenhang für die Initiative des Vorsitzenden der Unterstützungsgruppe Asyl/Migration Dillingen, Georg Schrenk, landkreisweit ein „Jobbörse Migration/Asyl“ für Flüchtlinge und asylsuchende Menschen einzurichten.

Dass sprachlich geförderte und beruflich motivierte Migranten und Asylbewerber von heute die Arbeitskollegen und Nachbarn von morgen sein können, zeigte der Landrat an zwei positiven Beispielen auf, anhand derer deutlich wird, wie junge Flüchtlinge in den unterschiedlichsten Branchen im Landkreis am Arbeitsmarkt Fuß gefasst haben. So absolviert Alemayehu Blen derzeit eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Kreisklinik St. Elisabeth in Dillingen während Moradi Zafar seine Ausbildung zum Bäcker in der Bäckerei Konditorei Wagner in Zusamaltheim bereits erfolgreich abgeschlossen hat.

 

„Auch in unserem Landkreis warten viele junge und hochmotivierte Menschen auf ein Beschäftigungsangebot, um endgültig in unserer Gesellschaft anzukommen und dieser auch wieder etwas zurückgeben zu können“, betonte Schrell und bat die Betriebe im Landkreis, über die Jobbörse Stellen für Voll- und Teilzeitbeschäftigungen, Praktika, Ausbildungsplätze, Minijobs u.ä. zur Verfügung zu stellen.

 

 Grossansicht in neuem Fenster: Arbeitnehmerempfang 2017

Die Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt stellte Landrat Leo Schrell in den Mittelpunkt des 38. Arbeitnehmerempfangs (im Bild von links): MdL Johann Häusler, MdB Ulrich Lange, Stellvertretender Landrat Alfred Schneid, MdB Gabriele Fograscher, Anton Wagner, Antonie Schiefnetter, MdL Georg Winter, Moradi Zafar, Georg Schrenk, Alemayehu Blen, Uli-Gerd Prillinger und Landrat Leo Schrell

 

 

Info-Kasten zur „Jobbörse Migartion/Asyl“

 

So funktioniert die „Jobbörse Migration/Asyl“

  • Kernstück ist die Jobdatenbank, die die von den heimischen Handwerks- und Industriebetrieben gemeldeten Stellen aller Art (Voll- und Teilzeitbeschäftigungen), Praktika, Ausbildungsplätze, Minijobs u.a. enthält und zu der alle Helferkreise Zugang haben.

  • Jeder örtliche Helferkreis kann aus dem Stellenfundus geeignete Stellen für potentielle Bewerber heraussuchen

  • Der Helfer bekundet Interesse für diese Stelle und versucht, diese mit seinem „Schützling“ zu besetzen

  • Während des Vermittlungsprozesses ist die Stelle geblockt und wird nicht anderweitig besetzt

  • War der Vermittlungsprozess erfolgreich, ist die Stelle im Pool nicht mehr verfügbar, ansonsten wird sie wieder zur Verfügung gestellt

     

    Heimischen Handwerksbetriebe und Industrieunternehmen können entsprechende Stellen mittels Formblatt (www.asyl.dillingen.de/index.php/linksammlung/arbeiten) an JobVermittung@asyl.dillingen.de melden (Rückfragen können an Josef Firnigl, Tel. 0152/51900346 gerichtet werden).

     

     

    Dillingen a.d.Donau, 2. Mai 2017

    peter Hurler, Pressesprecher

    Tel.Nr. 09071/51-138

 



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