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Landratsamt Dillingen  |  E-Mail: poststelle@landratsamt.dillingen.de  |  Online: http://www.landkreis-dillingen.de

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Landratsamt Dillingen a.d.Donau

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Letzte Änderung:
15.12.2017
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Landratsamt rät zu Schutzimpfungen

Impfungen schützen gegen Erkrankungen, die häufig mit Komplikationen verbunden sind und für die es keine geeignete Therapie gibt. Das Gesundheitsamt Dillingen hat den gesetzlichen Auftrag die Durchimpfungsraten regelmäßig zu erfassen. Dazu werden die Impfbücher zur Einschulung und in den Jahrgangsstufen der sechsten Klassen überprüft. Die Öffentlichkeit und die niedergelassene Ärzteschafft erhalten regelmäßig Informationen über die erhobenen Daten, zuletzt bei einem Expertengespräch mit Hebammen und Kinderärzten im Raum Wertingen.

 

Für das Schuljahr 2017 haben bei den Schuleingangsuntersuchungen erfreulicherweise fast 96 % der Kinder einen Impfausweis vorgelegt (2015: 89,7 %). Für einen ausreichenden Impfschutz müssen in bestimmten Zeitabständen mehrere Impfungen hintereinander erfolgen.

 

Auffallend ist, dass leider immer mehr Kinder für viele impfpräventable Krankheiten keinen ausreichenden Schutz haben. Diese Tendenz der letzten Jahre hat sich leider fortgesetzt. Noch vor zehn Jahren lagen die Impfraten im Landkreis weit über dem bayerischen Durchschnitt.

 

Die Statistiken zeigen regionale Unterschiede in der Impfbereitschaft. Erschreckend ist für die Leiterin des Fachbereichs Gesundheit, Dr. Uta-Maria Kastner, die auffallende Impfmüdigkeit im Altlandkreis Wertingen. 9,5 % aller Eltern lehnen hier für ihre Kinder jegliche Impfungen ab. Auch die Tatsache, dass 15 % der Schulanfänger keinen vollständigen Impfschutz gegen eine Tetanusinfektion haben, ist nicht akzeptabel. Diese Kinder sind sehr gefährdet. Hier sollte die Impfrate eigentlich 100 % sein. Jugendliche und Erwachsene müssen ihren Impfschutz alle 5-10 Jahre auffrischen. Die Erkrankung wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen, es besteht kein Schutz durch andere geimpfte Personen. Die Bakterien des Wundstarrkrampfs gelangen bei Verletzungen in eine Wunde und bilden ein starkes Nervengift, das zum Tode durch Ersticken führen kann.

 

Leider werden von impfkritischen Kreisen immer wieder Zweifel am Sinn des Impfens vorgebracht und verbreitet, die wissenschaftlich nicht haltbar sind. Junge Eltern werden durch Berichte von Impfzwischenfällen und vermeintlichen Sicherheitslücken bei den Impfstoffen verunsichert und bekommen Zweifel. Nur ca.1 bis 3 % aller Bundesbürger sind aus weltanschaulichen Gründen „echte Impfgegner“. Die Mitarbeiterinnen des Fachbereichs Gesundheit am Landratsamt bieten eine neutrale Beratung und Aufklärung über den adäquaten und sicheren Schutz von Impfungen an.

 

Impfmüdigkeit tritt in einer Bevölkerung vor allem auch dann auf, wenn aufgrund des Ausbleibens der Krankheiten keine Notwendigkeit mehr darin gesehen wird, weiter zu impfen – ein fataler Trugschluss. Denn wenn die Durchimpfungsraten, wie die Daten des Landkreises zeigen, die Prozentzahl von 95% unterschreiten, ist die sog. "Herden-Immunität" nicht mehr gegeben, die auch nichtgeimpfte Personen schützt. Die als nicht mehr gefährlich eingeschätzten Krankheiten treten dann mit all ihren schweren Komplikationen wieder vermehrt auf. So kam es beispielsweise auch im Landkreis Dillingen zuletzt zu regionalen Krankheitsausbrüchen von Masern und Keuchhusten.

 

Grippeimpfung jetzt

Nach drei schwer verlaufenden Grippewintern in Folge rät das Gesundheitsamt aktuell auch zu einer Schutzimpfung gegen Influenza. Die beste Zeit dafür ist jetzt, zwischen Oktober und November. Denn die Grippewelle erreicht ihren Höhepunkt in der Regel nach dem Jahreswechsel. Die Grippeimpfung ist besonders für Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranke, Schwangere und für medizinisches Personal empfohlen. Der Impfschutz ist nach etwa 10-14 Tagen gegeben.

 

Fragen rund um das Thema impfen beantworten die Ärztinnen und sozialmedizinischen Assistentinnen gerne telefonisch oder nach Terminvereinbarung in einem persönlichen Beratungsgespräch (Tel.: 09071/51-4041).

 

Im Internet gibt es allgemeinverständliche Informationen zu den empfohlenen Impfungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.impfen-info.de

 

Die Impfquoten aller bayerischen Landkreise sind im Gesundheitsreport Bayern 01/2017 veröffentlicht: www.lgl.bayern.de/publikationen/doc/gesundheitsreport_2017_01.pdf

 

Dillingen a.d.Donau, 16.10.2017

Peter Hurler, Pressesprecher

Tel.Nr.: 09071/51-138

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