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![]() Ehemalige Jesuitenkirche Mariä Himmelfahrt, Studienkirche (Kardinal-von-Waldburg-Str. 5)
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Der in Dillingen a.d. Donau ansässige Graubündner Baumeister Johann Alberthal erbaute sie 1610 - 1617 in frühbarocken Formen. Turm, 72 m hoch, als Dachreiter über dem Ostgiebel aufgeführt; über dem geschwungenen Zeltdach ein hoher Obelisk, der an die besondere Bindung des Jesuitenordens an den Papst erinnert. Das Bauwerk zählt neben der Münchner Michaelskirche zu den ältesten barocken Wandpfeilerkirchen. Es vertritt einen Bautypus, der rund 150 Jahre hindurch für Kirchen mittlerer Größe, besonders für Klosterkirchen, in Gebrauch war; vgl. z. B. die Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau auf dem Schönenberg in Ellwangen (Landkreis Ellwangen) oder die ehemalige Klosterkirche Mariä Himmelfahrt, St. Peter und Paul in Irsee (Landkreis Ostallgäu). Im Inneren ist besonders sehenswert:
Stuck von 1750 - 51, wohl von Wessobrunner Künstlern, beschränkt sich auf Stichkappen, Gurtbögen und Fensterrahmungen. Große, von 2 Engeln gehaltene Muschelwerkkartusche am Chorbogen mit der Inschrift "REGINAE COELI ET TERRAE", d. h. "Der Königin des Himmels und der Erde".
Deckenfresken von dem Asamschüler Christoph Thomas Scheffler In den Abseiten Vorbilder Mariens im Alten Testament: nördlich gegen Osten Hagars Rückkehr und gegen Westen Judith als Retterin des Volkes; südlich gegen Osten Rebekka und gegen Westen Krönung Esthers durch Ahasver. Im Langhaus, 1751: Mittelbild mit Maria als Himmelskönigin im Kreis der Heiligen. Vor ihr knien die Jesuitenheiligen Alois und Stanislaus Kostka, empfohlen vom Erzengel Gabriel. Durch dieses Hauptfresko wird eine zentralisierende, kuppelartige Wirkung erreicht.
In den Schmaljochen wirkungsvolle Darstellung der Missionstätigkeit der Jesuiten in den 4 Erdteilen:
In den Abseiten die Patrone der Hochschulfakultäten als Marienverehrer, paarweise von Osten nach Westen:
Altäre: Choraltar bis zur Decke aufwachsend, von dem Dillinger Schreiner Joseph Hartmuth nach dem Entwurf Johann Georg Bergmüllers von 1753 gefertigt; eine Stiftung der großen Marianischen Kongregation.
Sechs Seitenaltäre von 1760/61, wohl von Hartmuth und Fischer:
3. Joch:
2. Joch: An der Nordseite des 1. Jochs Altar der hll.Aloisius und Stanislaus Kostka um 1726/27. Altarblatt für die beiden Heiligen vor der Gottesmutter, von Scheffler 1727; Figuren von Johann Georg Bschorer.
Kanzel, um 1760, zählt zu den namhaftesten Werken von Johann Michael Fischer. Sie führt die Verehrung des Namens Jesu durch die 4 Erdteile vor. Beichtstühle, dreiteilig, unter der Westempore, um 1700; mit geschnitzten Akanthusranken und Blüten; Brustbilder Ecce Homo und Maria in den Seitenteilen der Rückwände. Chorgestühl, um 1620; rückwärtige Aufsätze von etwa 1760.
Gestühl der Abseiten um 1620; rückwärtige Aufsätze um etwa 1760, hierin ovale Ölbilder von Anwander, 1761/62 bzw. 1768.
Gemälde:
Große Wandbilder der Langhausabseiten, um 1660:
Im 2. Joch:
Im 1. Joch:
Halbfiguren in den 4 Mittelabseiten der hll. Aloisius, Joachim, Johann Nepomuk und Joseph, alle Augsburg um 1740/50.
Epitaphien von 1657:
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